Was für eine verschworene Schar.

««

Der Erste Steuermann der Pequod hieß Starbuck. Er war auf Nantucket geboren und entstammte einer alten Quäkerfamilie. Ein hochaufgeschossener, ernsthafter Mann. Und obschon an einer eisigen Küste geboren, schien er mit seinem Leib, welcher hart war wie zweimal gebackener Schiffszwieback, bestens dafür geeignet die heißen Breiten zu ertragen. Starbuck sagte sich: Ich bin hier auf diesem unsicheren Weltmeer, um Wale für meinen Lebensunterhalt umzubringen und nicht, um mich von ihnen für den ihren umbringen zu lassen.

Stubb, hieß der Zweite Steuermann. Er stammte von Cape Cod und wurde daher nach örtlichem Brauch als „Cape-Cod-Mann“ bezeichnet. Ein lustiger Bursche war er. Weder feige noch tapfer. Gutgelaunt, sorglos und gemütlich präsidierte er in seinem Fangboot, – als wäre das tödlichste Treffen nichts als ein Festschmaus und seine Besatzung die geladenen Gäste. Der Rachen des Todes war für diesen Mann durch jahrelange Gewöhnung zu einem Lehnstuhl geworden.

Der Dritte Steuermann hieß Flask, geboren in Tisbury auf Martha’s Vineyard. Ein kurzer, stämmiger junger Bursche mit roten Backen und äußerst kampflustig. Wenns um Wale ging, hielt er die grossen Leviathane sozusagen für seine persönlichen Erbfeinde, die ihn schwer gekränkt hatten. Folglich war es Ehrensache, ihnen den Garaus zu machen, wann immer er sie traf.

Diese drei Steuerleute, – Starbuck, Stubb und Flask waren bedeutsame Männer. Was für eine verschworene Schar, die den alten Ahab auf der Pequod begleiteten, um die Beschwerden der ganzen Welt vor die Schranken jenes Gerichtes zu bringen, von denen nur wenige jemals zurückkehren. …

»»

( Herman Melville . Moby Dick )

.

| Seetage . Ishmael . Fedallah . Elijas . Enderby . Queequeg