Man muss halt aufpassen wo man hintritt.

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Unlängst wars, an einem schönen Morgen. Da ging Frau Fühlmann, wie jeden Tag, hinunter in die kleine Stadt. Ging schiebend am Griff ihres Gehwägelchens. An langer Flexoleine folgte ihr das Bamberl, ihr Hund, – einer gestopften Sofarolle nicht unähnlich. Am großen Trog, nämlich der Luisenschale, bogen sie gemeinschaftlich in die Einkaufspassage ein. Frau Fühlmann ging linkerhand die Auslagen der Geschäftemacher betrachtend. Währenddessen das Bamberl rechterhand die häuslichen Ecken studierte. Die Flexoleine ging quer über die Straße gespannt.

Und alle gingen zufrieden. Frau Fühlmann und das Bamberl, jeder für sich.

Bis, – ja bis, – ein Bürger des Weges lang radelte. Und sich in der gespannten Fangleine verhedderte. Mit der Fahrradtretkurbel in der Flexoleine verhedderte, so verhedderte, dass es zum Sturz kam. Das Bamberl schrie, Frau Fühlmann schrie, der Bürger fluchte. Die wenigen Umhergehenden wendeten die Köpfe.

Niemand kam zu Schaden. Nicht Frau Fühlmann, nicht das Bamberl, nicht der Bürger. Ein paar Schrammen an Gehcheese und Tretrad. Etwas Palaver, Geschimpfe, Anschuldigungen und gegenseitige Vorwürfe. Alle Beteiligten wurden von eilends Langkommenden wieder hin- und aufgestellt und gingen, nachdem sie sich abgeklopft, maulend weiter ihrer Wege. Jeder für sich.

Bald drauf, bloß anderntags, wieder ein schöner Morgen. Da ging Frau Fühlmann, wie jeden Tag, hinunter in die kleine Stadt. Ging schiebend am Griff ihres Gehwägelchens. An langer Flexoleine folgte ihr das Bamberl, ihr Hund, – einer gestopften Sofarolle nicht unähnlich. Am großen Trog, nämlich der Luisenschale, bogen sie gemeinschaftlich in die Einkaufspassage ein. Frau Fühlmann ging linkerhand die Auslagen der Geschäftemacher betrachtend. Währenddessen das Bamberl rechterhand die häuslichen Ecken studierte. Die Flexoleine ging quer über die Straße gespannt.

So gings und gehts dahin.

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